Ansprechpartner in der Gemeinde Malsfeld und Ortsteilen 


27.12.2021 - Frohe Weihnachten...
Alheim-Ortsteil. 

Wir erfuhren von einem verwilderten Kater, welcher sich bereits seit einigen Wochen auf einem Grundstück aufhält und dort - trotz der Tatsache, dass er dort NICHT gefüttert wurde! - nicht mehr weggehen möchte. Nur wenige Stunden am Tag ging er wohl auf Jagd, war aber den Rest des Tages und auch nachts im offenen Gartenhäuschen der Melder. Diese hatten bereits mehrfach Bilder bei Facebook gepostet und auch überall nachgefragt, wem das Kerlchen denn gehört - doch leider erfolglos.
Die Familie wendete sich dann etwas verzweifelt an uns - obwohl sie wissen, dass wir nicht zuständig sind. Sie wissen aber genauso, dass wir immer versuchen, schnelle und vor allem gute Lösungen zu finden. So auch diesmal. Es gab viele Vorgespräche, im Hintergrund forschten wir, ob wir den Kater auf einem Bauernhof gesichert unterbringen können und am 2. Weihnachtsfeiertag brachten wir mittags die Falle (und eine ausführliche Anleitung, wie diese zu bedienen ist) zu der Familie. Diese stellten die Falle auf und tatsächlich konnten wir bereits 2 Stunden später losziehen und den Kater abholen. 
Bereits heute morgen ist er zum Tierarzt gekommen, denn zwar ist er äußerlich gesund und sieht gut aus - jedoch hat er Spulwürmer ausgebrochen, was leider dafür spricht, dass der arme Kerl bereits komplett mit Würmern "voll" ist... außerdem ist er unkastriert und nicht gekennzeichnet - dies wird jetzt alles beim Tierarzt durchgeführt.
Wir haben mit der neuen Stelle besprochen, dass der Kater über Silvester noch hier in der sicheren Verwahrung bleiben kann und nach Neujahr dann in seinen neuen Wirkungskreis an diese gesicherte Stelle gesetzt wird.

 

Spulwürmer
Spulwürmer
Kater Heinebach
Kater Heinebach


20.12.2021

Für uns endet Tierschutzarbeit nicht an Ortsgrenzen. Wenn wir um Hilfe gebeten werden und es unsere Ressourcen zulassen, helfen wir. 
So auch in Bad Hersfeld-Kathus. Bei einem privaten Termin erfuhren wir, dass sich bei der Familie, welche auch unsere drei Jungs Robin, Romeo und Mac Gyver adoptiert haben, seit ein paar Tagen ein schwarzer Kater aufhält, der den Freigänger der Familie regelmäßig wegscheucht und auch sonst sehr ungnädig ist.
Nach kurzer Besprechung im Vorstand beschlossen wir, den Kater zu sichern, um vorrangig nach einer Kennzeichnung zu schauen. Im besten Fall hätten wir mit einem registrierten Chip auch einen Besitzer. 
Bereits am nächsten Morgen (sonntags) war der Kater in der Falle gesichert und die Melder brachten ihn zur weiteren Versorgung. Einen Chip konnten wir leider nicht ablesen - allerdings war der Kater auch nicht kastriert. Somit wurde er direkt am nächsten Morgen in die Tierarztpraxis gebracht, wo er kastriert, gekennzeichnet (Chip UND Tätowierung) und auch gegen Parasiten behandelt wurde. Natürlich wurde er auch direkt registriert und konnte schon am nächsten Tag wieder an der Fangstelle abgesetzt werden. So lange er weiterhin erscheint, wird er dort auch gefüttert und sollte eine Verletzung o. ä. festgestellt werden, werden wir uns auch darum kümmern. 
Denn auch DAS ist Tierschutzarbeit - das Sich-Kümmern um die, die keine Lobby, keine Besitzer haben!!!


 15.11.2021

In Melsungen wurde ein viel zu kleiner Igel aufgefunden. Mit gerade mal 309 Gramm braucht er noch eine Weile, um sicher in seine Winterruhe gehen zu können!!! Da die Igelhilfen alle rettungslos überfüllt sind und unser kleiner "Dobby" nicht verletzt oder krank erscheint, entschlossen wir uns dazu, ihn unserer lieben ehrenamtlichen Helferin zu übergeben, welche (selbst gelernte Tierpflegerin) bereits mehrfach u. a. Igel für uns gepäppelt und überwintert hat.
UPDATE: Wir können es überhaupt nicht begreifen. Drei Tage lang hat alles so gut ausgesehen und Dobby hat auch schön gegessen, gut Kot abgesetzt und auch zugenommen. Und dann, am 19.11. zwischen der Mittags- und Abendrunde der Pflegerin, lag der kleine Kerl einfach tot in seinem Käfig. Unfassbar traurig - unverständlich - R. I. P. kleiner Dobby :-(

12.09.2021
Wir wurden über Umwege darüber informiert, dass es in einem Alheimer Ortsteil einen kleinen Katzenbestand unkastrierter Tiere gibt. In einer Wochenend-Aktion wurden diese Tiere durch uns gesichert und die ältere Mutterkatze sowie ein junger Kater konnten direkt Anfang der Woche kastriert, tätowiert, gechippt sowie gegen Parasiten behandelt werden. Die Beiden konnten bereits Mitte der Woche wieder am Fangort abgesetzt werden - hier haben wir nun eine weitere, gesicherte Futterstelle eingerichtet, um die Tiere weiterhin "im Blick" zu behalten.

Außerdem konnten wir zwei recht kleine Kätzchen sichern - wir waren sicher, dass diese erst ca. 12-14 Wochen jung sind. Aufgrund ihrer Wildheit war es nicht möglich, sie zur narkosefreien Alters- und Geschlechtsbestimmung zum Tierarzt zu bringen. So wurden sie bei uns in Quarantäne versorgt - zumal beide Tiere auch einen sichtbaren Katzenschnupfen aufwiesen, welchen wir mit Medikamenten behandelt haben.
Unter unserer guten Versorgung erholten sich die Beiden sehr gut und wir brachten sie dann zur Kastration zu unserer Vereinstierärztin. Hier stellte sich heraus, dass die zwei Kleinen deutlich älter waren als vermutet! Der Zahnwechsel war bereits abgeschlossen. Das heißt, die Zwerglein waren bereits ca. 6 Monate alt!!!! Auch sie konnten nach Kastration etc. wieder in ihr altes Umfeld abgesetzt werden und freuen sich, an ihrer Futterstelle regelmäßig leckeres Futter vorzufinden.

Auch, wenn es schwerfällt.... der Tierschutz kennt keine Pause, keine Trauer - es muss weitergehen.

Auch, wenn wir nicht ständig etwas posten oder auf der Homepage berichten, sind wir doch nicht untätig. Durch die schwere Erkrankung und nunmehr den Verlust unserer lieben Tanja musste der Vorstand des Vereins neu gewählt werden - außerdem waren und sind viele bürokratische Dinge zu erledigen, die neben unserem normalen Alltag und Arbeitsleben sowie der ehrenamtlichen Tätigkeit laufen müssen.
Der Vorstand setzt sich nach einstimmigem Beschluss unserer Jahreshauptversammlung nunmehr wie folgt zusammen:
1. Vorstand: Heike Hahn
2. Vorstand: Jörg Hahn
Kassiererin: Gaby Groth

Außerdem erreichen uns auch immer wieder Meldungen von Todfunden. Hier waren bereits zweimal keine "normalen" Hauskatzen aufgefunden worden sondern es handelte sich um Europäische Wildkatzen. Diese sind in unserem Gebiet mittlerweile sehr häufig geworden. Wir haben durch diese Funde einen guten Kontakt zur zuständigen (ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden) Kollegin Jutta Kraus für das so genannte "Wildkatzen-Monitoring" herstellen können. 
Um genau abzuklären, ob es sich um eine Wildkatze handelt, ist es immer nötig, aussagekräftige Bilder zur Dokumentation zu machen und außerdem eine Haarprobe an den Retscheider Hof zu schicken - hier werden diese Proben ausgewertet und wir erhalten nach der Auswertung den Bescheid. 

Natürlich gehen wir auch anderen Meldungen nach - Fundkatzen, Fundhunde, schlechte Tierhaltung, kranke/verletzte oder entlaufene Tiere oder Katzen/Kater, welche sich trotz der bereits seit 2016 gültigen Katzenschutzverordnung unkastriert draußen aufhalten und entsprechend ungewollt vermehren.

In einigen Fällen müssen wir leider die Meldungen weiterleiten, da wir aufgrund unserer sehr geringen Kapazitäten (Räume, Finanzen) nicht immer in der Lage sind zu helfen. Doch wenn es auch nur einen Hauch einer Möglichkeit gibt, helfen wir selbstverständlich! Und dann ist es auch egal, ob die Meldung an Sonn- und Feiertagen eintrudelt oder wir eigentlich gerade nach einem anstrengenden Tag gerne mal die Füße hochlegen würden.


31.07.2021 - die Zeit steht still - wir trauern.

Wir trauern um unsere liebe Freundin, Tierschutzkollegin, Gründerin und 1. Vorsitzende des Vereins Tanja Walter.
Sie verstarb am 31.07.2021 nach schwerer Krankheit.
Tanja fehlt uns wahnsinnig. Tiere und Tierschutz, das war ihr Lebensinhalt. Der durch sie gegründete Verein Tierfreunde Malsfeld e. V. ist ihr Baby…

 

Wir werden den Verein in ihrem Sinne weiterführen. Und wir hoffen, auch weiterhin Eure und Ihre Unterstützung dabei zu bekommen. 


12. Juli 2021 - ... wenn man eigentlich etwas Zeit zum Luftholen braucht...

… da ruft gestern die liebe Kollegin von unserem befreundeten Tierschutzverein Homberg-Borken an.

Drei mutterlose Kitten, ca. 2 Tage klein, waren völlig unterkühlt gefunden worden. Bei den Kollegen ist aktuell so gar keine Möglichkeit zur Unterbringung und Versorgung. Erstversorgung beim Tierarzt war bereits durchgeführt und auf die Frage: Könnt Ihr bitte, bitte helfen? gab es nur eine Antwort: klar! Einer springt schon ins Auto, die andere bereitet den Inkubator und alles Weitere vor.

Aktuell sind Mac Gyver, Miss Marple und Monsieur Poirot warm, kuschelig und satt in unserem Inkubator, der ihnen die nötige, regelmäßige Wärme bietet. Sie sind noch nicht über den Berg, bekommen natürlich alle zwei Stunden (auch nachts) ihre Versorgung und alle Drei haben mir geflüstert, dass sie auf jeden Fall kämpfen werden!

Leider haben es zwei der drei Kitten nicht geschafft - sie waren zu schwach und auch die liebevollste Intensivbetreuung war vergebens. 

Der Dritte im Bunde - Mac Gyver - entwickelt sich jedoch prächtig und wird immer größer, agiler und hat sehr großen Hunger! 


22. Juni 2021 - entlaufener Chihuahua Blu wurde durch uns gesichert!

Der bereits am 14.06.2021 entlaufene Chihuahua-Rüde konnte heute morgen durch uns gesichert und wohlbehalten wieder nach Hause gebracht werden!
Wir wurden durch geteilte Beiträge zu dem Hund auf die Situation aufmerksam. Ich habe dann im Originalpost des Erstellers geschrieben, wenn er Hilfe bräuchte, kann er sich melden. Dies tat er auch, doch es war zum Verzweifeln. Unser Verein hat eine moderne, mit Lichtschranke ausgestattete Hunde-Lebendfalle, doch natürlich verleihen wir diese nicht sondern führen die Einsätze immer selbst durch und sind ständig ansprechbar. Allerdings sind wir weder Pettrailer noch „hauptberufliche Hundesicherer“. Wir können also nur dann reagieren, wenn es Sichtungen gibt. Doch dann sind wir zu 100% behilflich. Beim Aufstellen von Futterstellen, Sichtungen koordinieren, Kameras an den Futterstellen anbringen und sobald ein Hund diese annimmt - stellen wir unsere Falle auf und holen ganz tief Luft. So „ganz nebenbei“ beruhigen wir die aufgeregten Besitzer, sorgen dafür, dass alle entsprechenden Ämter involviert sind und versuchen auch, über diverse Kontakte zum Beispiel herauszufinden, wie wir eine Waschbär-Kolonie davon abhalten können, sich an der Futterstelle häuslich niederzulassen
Natürlich gehen wir auch unseren Hauptberufen nach…. So ganz nebenbei  - das macht jede Hundesicherung zu einem ordentlichen Kraftakt.
Ich bin hauptberuflich Hundetrainerin seit vielen Jahren, mein Schwerpunkt liegt unter anderem auf dem Umgang mit ängstlichen, traumatisierten Hunden.
Im Fall von Blu war die Besitzerin bereits ab dem nächsten Tag des Entlaufens mit Pettrailern in Kontakt. Sie setzte alle Tipps um, doch der kleine Kerl war nicht sichtbar.

Dann gab es eine Sichtung am Sonntag Abend. Große Erleichterung - er lebt! Jetzt muss man „nur noch“ die Futterstellen platzieren, mit Kameras ausrüsten und abwarten. (Und einfach nicht schlafen ) Eine tolle Unterstützung war dabei immer die Besitzerin und ihr Vater… ohne sie und ihr ständiges Mitdenken und jede freie Minute mitarbeiten wäre es sicher nicht so schnell gegangen.
Die Kontrolle der Kameras ergab - Blu war dort!!! Eindeutig auf den Bildern zu erkennen, war er im Laufe des gestrigen Tages häufig dort in der Lichtung beim Näpfchen. So haben wir gestern Abend noch die Falle postiert und den Fallenmelder angebracht. Dieser sendet sofort einen Alarm aufs Handy, damit wir umgehend reagieren können. Wieder eine schlaflose Nacht, aber kein Alarm
Kontrolle heute morgen zeigte… das Futter wurde von außen von einem Waschbären aufgemampft. Mahlzeit, Bärchen
Um 09.05 Uhr kam der Alarm.. Falle ist ausgelöst.
Während ich in die Hose springe, sende ich eine Nachricht an Blus Frauchen, die (was ein Glück!!!) heute im Homeoffice ist. Auf halbem Weg zur Falle die Meldung „es ist Blu!!!“
OH MEIN GOTT!!! Da auch mein Mann zum Glück noch im Homeoffice ist, konnte er sofort mit seinem Auto inclusive Anhänger auch kommen. Denn der Hund sollte auf keinen Fall aus der Falle, so lange er nicht sicher in der Wohnung ist!!!
Blus Frauchen und ich hatten dadurch auch Zeit, zwei bis drei Erleichterungstränchen zu verdrücken
Wir sind so unendlich froh, wieder mal einen Hund gesund gesichert zu haben! Frauchen wird sich bzgl. eines entsprechenden Trainings mit mir zusammen tun, damit sowas nie wieder passiert.
Jetzt können wir erstmal aufatmen und Blu schläft sich ordentlich aus

PS: Selbstverständlich haben wir vor Veröffentlichung dieser Bilder die Besitzerin um Erlaubnis gefragt und diese auch erhalten!!


08.Juni 2021 - Schneewittchen darf wieder in ihr angestammtes "Revier" zurück

Nachdem sie wochenlang ihre Zwerglein bestens versorgt und erzogen hat, war Mama Schneewittchen schon länger unruhig und signalisierte uns, dass sie doch den Drang hat, wieder nach draußen in ihr Revier zu wollen. So wurde auch sie kastriert, gekennzeichnet, registriert und wieder freigelassen. Alles Gute, süßes Schneewittchen!


07. April 2021 - Schneewittchen bekommt ihre Zwerglein...

Während einer der Kastrationsaktionen konnte eine weibliche Katze aufgrund fortgeschrittener Trächtigkeit nicht mehr kastriert werden und wir nahmen sie in unseren Verein auf, damit sie hier ihre Babies gesichert und in Ruhe zur Welt bringen und aufziehen kann.

Auf dem Foto sind die Kleinen bereits 15 Tage alt.

 


04. März bis 15. April 2021 diverse Kastrationsstellen über CATch & Release  

Insgesamt 26 durch uns gefangene, kastrierte, gekennzeichnete und registrierte Tiere. Alle wurden nach entsprechender Genesungszeit wieder an den Fangstellen abgesetzt. Randnotiz: All diese Fahrten wurden wie immer mit unseren Privatfahrzeugen durchgeführt, die entstandenen Benzinkosten zahlen wir aus eigener Tasche.


24. Januar 2021 - Meldung aus Kassel:

In einer uns bereits bekannten Schrebergarten-Kolonie tauchen seit einiger Zeit 4-5 Katzen auf.
Uns bekannt???

Ja - unser kleiner Oreo kam zusammen mit seiner Mama aus dieser Kolonie zu uns. Mama wurde kastriert dort wieder abgesetzt und wird weiterhin von den Meldern gefüttert.
Nun waren aus der einen plötzlich einige geworden.
Wir haben damals zugesagt, dass wir wieder helfen, wenn es irgendwie möglich ist. So riefen die Herrschaften am Sonntag um Hilfe.
Da die Katzen immer zur gleichen Zeit gefüttert werden, verabredeten wir uns eine Stunde vor Fütterung in der Anlage.
Fallen stellen, Futter rein, erstmal für zwei Stunden entfernen (saukalt!!! Und dank Corona keine Möglichkeit zum Aufwärmen ). 
Nach 3 Tagen, in denen wir täglich nach Kassel und zurück fahren mussten, weil die Katzen leider nicht im Konvolut sondern einzeln in die Fallen gingen, konnten wir diese kalte, aufwändige, aber doch erfolgreiche Aktion abschließen und haben 4 Tiere kastrieren, entwurmen, gegen Flöhe behandeln und chippen lassen und sie auch alle registriert.